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Kundgebung zum Antikriegstag

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“, so tönt es nicht nur am Antikriegstag auf Demonstrationen, Kundgebungen, so steht es auf Spruchbändern, an Hauswänden, in Wahlprogrammen. Stets in der Erinnerung an den zweiten Weltkrieg, der am 1. September 1939 mit dem Angriff des faschistischen Deutschland auf Polen begann, und erst sechs Jahre, weltweit 70 Millionen Tote und unzählige über-lebende Opfer später, enden sollte.
Doch was heißt „Nie wieder“? Nie wieder hier bei uns? 226 gewalttätige Konflikte listet das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung 2016, 38 davon schwer gewalttätig. Waffen aus Deutschland spielen dabei oft eine wichtige Rolle.

Völkisches, faschistisches Gedankengut hat längst die Stammtische der Dorfkneipen verlassen, findet sich in Internetforen, auf Podiumsdiskussionen, auf Wahlplakaten.
Nun steht außer Frage: Nicht für alle Konflikte sind wir hier in Deutschland, oder Bayreuth, verantwortlich. Fremdenhass (oder – angst?), Ausgrenzung und Diskriminierungen werden sich nur schwer aus den Köpfen mancher Menschen vertreiben lassen: Ursachen sind vielschichtig und es braucht viele, oft komplizierte Prozesse sie grundlegend zu verändern.
Aber es ist möglich, uns dafür zu entscheiden, dass wir Krieg und Faschismus nicht mehr wollen. Nicht hier, nicht anderswo, nicht vor 78 Jahren, nicht jetzt.
Dafür lohnt es zu kämpfen!

Wir finden uns am Freitag, den 1. September 2017 zusammen, um über deutsche Außenpolitik, und Bayreuther Gewohnheiten zu sprechen. Kritisch werden die Redebeiträge aus verschiedenen Bayreuther Organisationen sein, kritisch gegenüber der Regierungsarbeit der Bundesrepublik, aber auch kritisch gegenüber uns selbst, unseren Einstellungen und Bequemlichkeiten.
Lasst uns gemeinsam diskutieren, aufrufen, Bewusstsein schaffen! Lasst uns wieder einmal die Bayreuther ein wenig aufrütteln, Irritationen hervorrufen, zum Nachdenken anregen...
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Sebastian Sommerer, Stella Prott